Brandversuche

Theorie und Praxis! Vieles glaubt man erst, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat.


Bei einem der Fachlehrgänge zum Sachverständigen für gebäudetechnischen Brandschutz durften wir Zeugen des Brandverhaltens unterschiedlicher- am Bau gern eingesetzter- Materialien werden.


Hauptsächlich geht es darum aufzuzeigen, wie unterschiedlich diese Materialien im Brandfall reagieren und warum man solche Bemerkungen wie „das ist brandsicher, was soll da brennen…?“, wenn einem auf der Baustelle mal wieder ein X für ein U verkauft werden soll, lieber ignorieren und auf seinem Standpunkt beharren sollte.
Viele Menschen glauben etwas erst dann, wenn sie es selber gesehen haben. Bitteschön!

Die folgenden Fotos sollen einfach für sich sprechen…

Randbedingungen: Die Temperatur auf der brandzugewandten Seite betrug im Schnitt jeweils rund 900°C, was einem Vollbrandereignis sehr nahe kommt. Die Temperatur wurde in kürzester Zeit erreicht, so dass die Branddauer an den Materialien dadurch natürlich verkürzt ist.

zuerst am Bau übliche Dämm- und Verschlussmaterialien

Brandschutz1

vorher

Brandschutz2

nachher

 

Leitungsführung durch feuerbeständige „Wand“ (simuliert durch Kalziumsilikatplatte)

Brandschutz3

vorher

Brandschutz4

nachher

Sehr deutlich zu erkennen, die losgelöste Brandschutzmanschette, da sie nicht fachgerecht und gemäß Zulassung befestigt wurde. Die Adern der Kabel sehen auf den ersten Blick noch gut aus, so als ob die Isolierung noch besteht und kein Kurzschluß möglich ist. Eine leichte Berührung jedoch und die „Isolierung“ ist als Asche abgefallen. Kabel unbrauchbar.

 

Holzplatte mit und ohne Brandschutzbeschichtung

Brandschutz-Holz

Holz

 

…der Brand ging auf der rechten Seite deutlich tiefer…

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