Abwasserleitung…scheitelgleich oder sohlengleich verlegen?

Wann ist was richtig? Immer mal wieder stellt sich diese Frage und es hat sich noch nicht endgültig herum gesprochen.

In welcher Lage das Passtück (auch Reduzierstück) zur Reduzierung des Durchmessers von Abwasserleitungen einzubauen ist, hängt hauptsächlich vom Ort ab, an dem die Abwasserleitung mit freiem Gefälle verzogen wird.
Innerhalb eines Gebäudes schreibt die DIN 1986-100 in Absatz 6.1.7 vor, was im Falle einer Reduzierung auszuführen ist: „In Sammelanschlussleitungen sollten exzentrische Übergangsformstücke scheitelgleich eingebaut werden.“ Begründet wird dies in Kommentaren mit einem besseren Druckausgleich im Abwassersystem.

Nun ist das Wort „sollten“ kein „Muss“, aber aus langjähriger Berufserfahrung heraus empfiehlt es sich immer die anerkannten Regeln der Technik- und die DIN 1986-11 ist als nationale Norm solch eine anerkannte Regel der Technik-, weil im Streitfall sich hierauf bezogen werden kann. Sollte heißt aber eben auch, kann man machen, muss man aber nicht. Und solange alles funktioniert ist ein sohlengleicher Einbau einer Reduzierung in der Abwasserleitung zum Beispiel hinter einer Trockenbauständerwand auch kein Problem.

Auch der sohlengleiche Einbau ist unter gleichem Absatz 6.1.7 in der DIN zu finden. Hier heißt es dann „Aus Gründen der besseren Inspizierbarkeit muss der Einbau in Grundleitungen sohlengleich erfolgen.“ Hier steht ein Muss! Für Leitungen an die man im Normalfall die nächsten 50 Jahre oder länger nicht mehr heran kommts. Das betrifft gleichermaßen auch den Tiefbau, außerhalb des Gebäudes. Auch wenn hier andere DIN – Vorschriften gelten.

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